Physiotherapie

Physiotherapeut (*gn) ist ein Beruf, der Zukunft hat. Deshalb freuen wir uns, dass Du dich für eine Ausbildung in unserem Haus interessierst! Unsere Schule in Bad Belzig ist schulgeldfrei und unsere Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung von unserem Kooperationspartner.

Die Physiotherapie ist ein gefragter und vielseitiger Gesundheitsfachberuf, in dem die ganzheitliche Betrachtung des Menschen im Vordergrund steht. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, als Physiotherapeut (*gn) zu arbeiten z.B. in Krankenhäusern, in eigenen Praxen, in Rehabilitationseinrichtungen, im Sport und in der Gesundheitsförderung. Hierbei werden alle Altersgruppen von Frühgeborenen und Säuglingen bis ins hohe Alter behandelt.
Physiotherapeuten nehmen auf ärztliche Verordnung einen Befund auf und erstellen einen fachgerechten Therapieplan. Dann wird der Patient in Einzel- oder Gruppentherapien mit Maßnahmen aus dem breiten Spektrum der Physiotherapie behandelt.
Der Beruf ist abwechslungsreich und bietet zahlreiche Perspektiven wie die Selbständigkeit oder weiterführende Studiengänge.


Lernbereiche

In der Physiotherapie wird meist in klassischen Unterrichtsfächern ausgebildet. In unserer Schule legen wir großen Wert darauf, diese Fächer zu vernetzen, mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und schülerzentrierte Lernverfahren anzuwenden, wie projektorientiertes Lernen oder „Schüler unterrichten Schüler“.

Zwei Drittel der Ausbildung (2900 Stunden) finden in der Schule in Bad Belzig statt, ein Drittel der Ausbildung absolvieren die Schüler als Praktikum in ausgewählten Krankenhäusern, Praxen und Rehabilitationseinrichtungen der Region.

Zu den überwiegend theoretischen Fächern gehören (Beispiele):

  • funktionelle Anatomie des Bewegungsapparates (Knochen, Muskeln..)
  • Anatomie von Gehirn, Nerven und Sinnesorganen
  • Anatomie der inneren Organen
  • Physiologie und die Funktionsweise von Organsystemen
  • Psychologie, Pädagogik, Soziologie
  • allgemeine Krankheitslehre
  • Sportmedizin

Die praktischen Fächer üben die Schüler zunächst aneinander, um sie dann später am Patienten anzuwenden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Grundlagentechniken (z.B. kräftigen, dehnen)
  • Befundaufnahme und Untersuchungstechniken
  • Manuelle Therapie
  • Massage
  • Anleitung von Gruppen
  • Behandlungstechniken in den medizinischen Fachgebieten
  • Entspannungstechniken

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung gliedert sich in 6 Semester.
Am Anfang der Ausbildung erarbeiten wir mit den Schülern Lerntechniken und Lernstrategien, denn wir wollen nicht nur Inhalte vermitteln, auch das langfristige Lernen und der Transfer in die Praxis sind uns wichtig. Dafür schaffen wir eine positive Lernumgebung an unserer Schule.

Im ersten Semester lernen unsere Schüler unter anderem die Grundlagen der Anatomie und Physiologie, sie lernen grundlegende Techniken, lernen wie man Gruppen anleitet und wie man Haltungen und Bewegungen befundet.


Ab dem zweiten Semester wechseln sich Praktikum und schulische Ausbildung in einem drei- bis fünfwöchigem Rhythmus ab. Die Schüler sind dabei in verschiedenen Krankenhäusern, Praxen und Rehabilitationseinrichtungen der Region tätig und werden von Mentoren der Einrichtung und von den Lehrkräften der Schule unterstützt.


In den höheren Semestern bekommen die verschiedenen medizinischen Bereiche wie Orthopädie, Chirurgie und Neurologie einen größeren Stellenwert. Die Schüler lernen, Patienten aus diesen Bereichen fachgerecht zu untersuchen und zu behandeln. Viele spezielle Techniken der Physiotherapie wie die manuelle Medizin, Lymphdrainage, Psychomotorik und Faszientechniken kommen in dieser Zeit zum Einsatz.

Über den gesamten Ausbildungsverlauf bieten wir interdisziplinäre Projekte mit den Schülern anderer Berufsgruppen und schülerzentrierte Lernverfahren wie das Problemorientierte Lernen an. Jeweils am Ende eines Semesters wird der Unterrichtsstoff mit solchen Projekten gefestigt und auf die konkrete Arbeit mit den Patienten übertragen.

Lernort Praxis

Wenn die Schüler genügend Grundlagenwissen haben, behandeln sie Patienten. Die Schüler werden dabei hauptsächlich von erfahrenen Mentoren der Praktikumseinrichtungen angeleitet. Für jeden Schüler steht ein eigener Mentor zur Verfügung. Zusätzlich werden die Schüler regelmäßig von einem Lehrer der Schule besucht, der Ihnen hilft, das Wissen aus dem Unterricht am Patienten anzuwenden.

Damit sich Schule und Praxis möglichst gut ergänzen, findet das Praktikum blockweise statt (z.B. 4 Wochen Unterricht – 3 Wochen Praxis). Die Blöcke sind dabei 3-5 Wochen lang, der Praktikumsort wird von der Schule festgelegt, damit alle gesetzlich vorgeschriebenen Bereiche abgedeckt werden.

Die Schule kooperiert dabei mit verschiedenen Kliniken, Praxen und Rehabilitationseinrichtungen in Brandenburg und Potsdam, damit die Schüler möglichst viele unterschiedliche Einsatzgebiete kennenlernen. Im Anschluss an jedes Praktikum erfolgt eine Auswertung in der Schule.

Insgesamt finden mindestens 1600 Stunden Ausbildung im Praktikum statt. Die Fachbereiche des Praktikums sind:

• Chirurgie und Traumatologie

• Innere Medizin

• Orthopädie

• Psychiatrie und Psychosomatik

• Neurologie

• Pädiatrie

Lernort Schule

Unsere Auszubildenden lernen bei uns in einer angenehmen, familiären Atmosphäre. Bei uns soll Lernen auch Spaß machen. Deshalb legen wir Wert auf abwechslungsreiche und moderne Unterrichtsmethoden.

Der theoretische Unterricht findet in zwei neu ausgestatteten Theorieräumen mit Hilfe von Smartboards statt.
Alle festangestellten Lehrer der Schule sind ausgebildete Physiotherapeuten mit einem Zusatzstudium der Medizinpädagogik oder Gesundheitspädagogik (Bachelor, Master oder Diplom).
Weiterhin stehen zwei Praxisräume mit höhenverstellbaren Bänken zur Verfügung und ein großer, neu eingerichteter Gymnastikraum. Der Gymnastikraum wird nicht nur im Unterricht genutzt, er steht den Schülern auch für das selbstorganisierte Fach „Gesundheitsförderung“ zur Verfügung und für selbstgestaltete bewegte Pausen.

Berufliche Perspektiven

Nach Abschluss der Ausbildung können verschiedene Fortbildungen absolviert werden. Häufig sind die Kurse von den Krankenkassen anerkannt und werden höher vergütet. Viele Physiotherapeuten spezialisieren sich danach auch auf einen speziellen Bereich. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel:

• die Arbeit in einer Physiotherapiepraxis
• die Arbeit im Krankenhaus
• die Arbeit in einer Rehabilitationseinrichtung
• Sportphysiotherapie
• Physiotherapie mit Kindern
• Schmerzphysiotherapie
• Gesundheitsberatung und Gesundheitskurse wie Rückenschule
• Betriebliche Gesundheitsförderung
• der Wellnessbereich

Für viele Physiotherapeuten ist eine Arbeit im Anstellungsverhältnis interessant. Fast alle Krankenhäuser, Praxen und Rehabilitationseinrichtungen suchen zur Zeit Physiotherapeuten. Die Berufschancen sind auch für Berufseinsteiger ausgezeichnet.

Physiotherapeuten können sich aber auch direkt nach der Ausbildung selbständig machen. Viele gründen eine eigene Praxis und haben schon nach kurzer Zeit Wartelisten für die Patienten.

Die Ausbildung ist auch eine gute Grundlage, um in Anschluss daran zu studieren: z.B. ein Bachelor- oder Masterstudium im Bereich der Medizinpädagogik/ Gesundheitspädagogik (eine Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf wie der Physiotherapie ist hier Voraussetzung), den Gesundheitswissenschaften oder der Medizin.

Deine Bewerbung

  • Ausbildungsbeginn ist zum 01.10. eines jeden Jahres
  • Die Bewerbung richtest Du grundsätzlich an unseren Kooperationspartner. Zu den Bewerbungsfristen solltest Du Dich beim entsprechenden Krankenhaus erkundigen.