Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz

„Was für einen Beruf lernst du!? MTLA? Was soll denn das sein? Das habe ich ja noch nie gehört!“ Offen gesagt: auf diese Reaktionen werdet ihr euch wohl einstellen müssen, wenn ihr euch für eine MTLA-Ausbildung entscheidet.
Was die meisten, die solche Fragen stellen, aber auch nicht wissen: Es gibt eigentlich niemanden, der nicht schon einmal Kontakt mit dem MTLA-Beruf hatte. Denn wo landet die Blutprobe nach dem Piks beim Arzt? Wie findet man heraus, welche Übeltäter für den fiesen allergischen Ausschlag verantwortlich sind? Wer sagt dem Chefarzt im Krankenhaus, welches Antibiotikum noch funktioniert, nachdem die ersten bereits ihre Wirkung verloren haben? Und wer führt eigentlich aktuell diese ganzen Corona-Tests durch und wertet sie aus? Ganz einfach: Das machen alles MTLA!
All das findet eher hinter den Kulissen statt. Deshalb verliert kaum jemand einen Gedanken daran, welche Detektive sich für die Patientinnen und Patienten auf die biomedizinische Spurensuche begeben.
Eines können wir euch allerdings garantieren: Ihr werdet bei uns so viele spannende Dinge lernen, dass die Reaktionen in eurem Umfeld bald eher so aussehen: „Sag mal, du machst doch eine MTLA-Ausbildung, erklär mir doch mal …“
Also worauf wartet ihr noch? 😊

Was lerne ich?

Hier bekommt ihr einen ersten Eindruck davon, was euch in den drei Lehrjahren eurer MTLA-Ausbildung erwartet. Vorab schon mal eine gute Nachricht: Ihr müsst euch nicht für eine Fachrichtung entscheiden, sondern werdet die faszinierende Welt der Laboratoriumsmedizin in all ihren spannenden Facetten kennenlernen. Wir stellen euch hier die fünf Hauptfachgebiete vor, in die ihr bei uns sowohl theoretisch als auch praktisch eintauchen werdet.

Einen Überblick zu den nicht weniger spannenden Nebenfächern erhaltet ihr hier.

Abgerundet wird unser Fächerrepertoire mit einem kleinen Sportangebot. Je nach Stundenplan startet euer Tag hier bei uns um 07:50 Uhr und endet meistens gegen 15:00 Uhr

Hämatologie

Blut versorgt jeden Winkel unseres Körpers mit Sauerstoff und wertvollen Nährstoffen. Dabei pulsiert das rote Gold mit einer Geschwindigkeit von 1,1 Metern pro Sekunde durch unsere Adern. Das, was für uns so normal und alltäglich erscheint, ist in Wahrheit ein Prozess voller Dynamik: Innerhalb nur eines Lidschlages bilden sich bis zu 2,4 Millionen (!) neue rote Blutkörperchen. Doch was passiert eigentlich bei einer Störung dieses wundersamen Systems? Wie sieht „Blutkrebs“ unter dem Mikroskop aus? Wie reagieren die Zellen unseres Blutes auf Eindringlinge? Und wie findet man heraus, welches Spender-Blut im Falle einer Transfusion verwendet werden darf?
Das und noch viel mehr lernt ihr im Fachgebiet der Hämatologie!

Histologie

Eine Zelle ist ein kleines Wunderwerk. Sie ist selbstständig lebensfähig, hat ihre Umwelt im Blick, ist Kraftwerk, Architekt und Ingenieur in einem. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es viele Lebewesen gibt, die nur aus einer einzigen Zelle bestehen. Der Mensch allerdings besteht aus rund 100 Billionen dieser Wunderwerke. Gemeinsam sind sie stark und organisieren sich zu großen, einzigartigen und hochspezialisierten Verbänden – unseren Organen.
Doch wie unterscheiden sich unsere Organe hinsichtlich ihres Aufbaus? Wie fertigt man aus einem Stückchen Leber ein Präparat an, das dünner ist als ein menschliches Haar? Und wie erkennt man innerhalb so eines „Zellhaufens“ krankhafte Veränderungen, die anderen verborgen bleiben?
Das Fachgebiet der Histologie wird nicht nur euren Blick, sondern auch eure Fingerfertigkeiten schärfen!

Klinische Chemie

Die über drei Milliarden Bausteine unserer Erbsubstanz, die angenehme Wärme der Sonne auf unserer Haut und letztlich sogar unsere Erinnerungen – alles ist Chemie!
Und als wäre das nicht schon faszinierend und beeindruckend genug, kann Chemie sogar noch mehr. Sie kann nämlich sichtbar machen, was normalerweise unsichtbar ist.
Wenn wir krank werden, spielen sich beispielsweis viele Mechanismen im Verborgenen ab. Allerdings hinterlassen die Übeltäter winzige Spuren, die mit Hilfe chemischer Reaktionen und Verfahren sichtbar gemacht werden können. Selbst ein Teelöffel Zucker, den man im Bodensee, auflöst, ließe sich durch die detektivischen Verfahren der klinischen Chemie aufspüren. Unterstützt werden klinische Chemikerinnen und Chemiker im Labor dabei durch viele kleine und große technische Helferlein, die es zu pflegen und zu bedienen gilt.
Technik, faszinierende Methoden und eine detektivische Spürnase – das ist die Klinische Chemie!

Mikrobiologie

Pilze, Parasiten, Viren und Bakterien – an jeder Ecke lauern kleine Biester, die nur darauf warten, unseren Körper zu entern. Allein auf und in uns leben zehnmal mehr Mikroorganismen, als wir selbst Zellen besitzen. Doch nicht alle von ihnen sind uns feindlich gesinnt. Aber wie kann man Freund von Feind unterscheiden? Wer macht uns krank und wer hilft uns einfach nur unseren Frühstücksjoghurt zu verdauen? Welches Antibiotikum liegt den Bösewichtern besonders schwer im Magen?
Das spannende Feld der Mikrobiologie wird euch diese Fragen und noch viele weitere beantworten, indem ihr lernt, die Erreger zu isolieren, sie beim Namen zu nennen und ihre Schwachstellen auszuloten.

Molekularbiologie

Würde man die DNA-Fäden aller Zellen eines einzigen Menschen aneinanderlegen, würde eine Strecke entstehen, die so lang wäre, dass selbst das Licht einige Tage unterwegs sein würde, um sie zu überwinden.
Im Fachgebiet der Molekularbiologie werdet ihr nicht nur lernen, wie sich dieser zerbrechliche Lebensfaden isolieren lässt, sondern auch wie man dessen Geheimnisse entschlüsselt. Wie verändern sich unsere Gene bei einer Mutation? Sind eigentlich immer alle Gene unserer Zellen aktiv? Und was ist denn bitte Gentherapie?
Mutationsanalysen, genetische Fingerabdrücke und lebende Zellen in Flaschen stehen auf dem Lehrplan!

Ausbildungsverlauf

Kennt ihr das auch? Unterrichtsinhalte, die so abstrakt sind, dass man sie schlichtweg nicht begreift und erst recht nicht versteht, wann und wozu man sie jemals wieder brauchen sollte! Zugegeben: Auch unsere Unterrichtsinhalte zählen nicht immer zu den leichtesten. Allerdings nehmen wir den manchmal angsteinflößenden, abstrakten Gebilden den Schrecken, indem wir sie buchstäblich für euch greifbar machen.

Alle vier Wochen wechselt ihr nämlich vom theoretischen in den praktischen Unterricht. Dort könnt ihr in unseren modernen Laboratorien euer Wissen anwenden und werdet merken, wie es euch dazu befähigt, mehr und mehr biomedizinische Geheimnisse zu entschlüsseln.
Nachdem ihr eure Fertigkeiten dann in der geschützten Schul-Labor-Umgebung austesten konntet, wird es Zeit für den praktischen Einsatz im Feld! Dazu geht ihr in der Regel vier Wochen in die Laboratorien der Kooperationseinrichtung, mit der ihr euren Arbeitsvertrag abgeschlossen habt oder auch mal in ein Spezial-Labor, um den „Laboralltag“ kennenzulernen.
Anschließend seid ihr dann wieder für vier Wochen Theorieunterricht und vier Wochen Praxisunterricht bei uns am Gesundheitscampus, um dann wieder für vier Wochen in den praktischen Einsatz zu wechseln.

Dieser stetige Zyklus soll dazu beitragen, euch Stück für Stück mit der facettenreichen Welt der biomedizinischen Laboranalytik vertraut zu machen, ohne dabei zu überfordern. Selbstverständlich seid ihr auch „draußen im Feld“ nicht allein. Wir helfen euch den Überblick nicht zu verlieren und den Fokus auf das Wichtigste zu legen. Dabei stehen wir im steten Austausch mit euch und euren praktischen Einsatzorten und sind sehr daran interessiert, wie gut ihr euch aufgehoben fühlt und wo vielleicht noch Raum für Verbesserungen besteht. Ihr seht also, es ist für alles gesorgt und langweilig wird es garantiert nicht! 😊 – Es ist also Zeit, sich auf den Weg (zu uns) zu machen!

Berufliche Perspektiven

Wir haben gute Nachrichten für euch! Denn Angst davor nach der MTLA-Ausbildung keinen Job zu finden, braucht ihr absolut nicht haben. MTLA werden überall händeringend gesucht. Das versetzt euch natürlich in die angenehme Lage, sowohl euren Arbeitsplatz frei zu wählen als auch Gehaltsverhandlungen aus einer sehr guten Position heraus führen zu können.

Die möglichen Tätigkeitsfelder sind dabei äußerst vielfältig, denn egal ob in diagnostischen (Krankenhaus-) Laboren, der Forschung, der pharmazeutischen Industrie, in Medizinaluntersuchungsämtern oder auch in der Lehre, den MTLA-Goldstaub benötigt man einfach überall! 😊

Digitale Schule

Schwere Lehrbücher? Staubige, kratzige Tafeln? Röhrenbildfernseher aus dem letzten Jahrhundert? NICHT BEI UNS! Stattdessen erwarten euch uneingeschränkter Zugriff auf unser High-Speed-WLAN, große Leinwand- und Flat-Screen-Flächen in unseren modernen Laboren-und Theorieräumen und natürlich ein zuverlässiges Schul-Cloud-System auf dem neuesten Stand der Technik.

Wenn ihr mögt, lest einfach weiter und erfahrt (auf die etwas andere Art 😊), wie euch die vielen technischen Raffinessen euren Schulalltag bei uns erleichtern werden.

Die Geschichte von Tanja und Sven
Stolpersteine in der digitalen Steinzeit VS entspanntes Lernen im Inselparadies

Sven Steinzeit hat sich für eine MTLA-Ausbildung irgendwo in Deutschland entschieden.
Er ist mittlerweile im zweiten Lehrjahr und begeistert vom Abwechslungsreichtum der Inhalte. Während seiner Bahnfahrt zur Schule kramt er in seinem Rucksack. Er wollte unbedingt nochmal seine Unterlagen durchgehen, besonders da heute ein Test ansteht. Nach langem Suchen in vier verschiedenen Ordnern fördert er endlich die heißersehnten Mitschriften zu Tage. Allerdings musste er so schnell schreiben, dass er nun Schwierigkeiten beim Lesen hat und … Moment … da fehlen ja zwei Seiten! Die liegen wahrscheinlich noch auf dem heimischen Schreibtisch. Allerdings hat er durch die Sucherei ohnehin zu viel Zeit verloren.
Svens Zug erreicht in wenigen Minuten den Zielbahnhof. Weiter geht es ein kurzes Stück mit dem Fahrrad … das ihm allerdings durch den schweren Rucksack deutlich länger vorkommt …

Zur gleichen Zeit ist Tanja Technik ebenfalls mit dem Zug Richtung Potsdam unterwegs.
Sie hat sich für eine MTLA-Ausbildung am dortigen Gesundheitscampus entschieden. Während der Fahrt erhält sie eine Erinnerung auf ihr Smartphone von ihrem persönlichen Kalender der Schul-Cloud, dass Sie noch bis 08:00 Uhr Zeit hat eine Aufgabe abzugeben. „Mist! Eigentlich wollte ich das doch gestern schon erledigt haben.“ Aber halb so schlimm. Die Aufgabe hatte sie schon fast fertig und so tippt sie die wenigen noch fehlenden Sätze direkt in das digitale Dokument der Cloud. Dann noch ein Klick auf „Aufgabe abgeben“ und geschafft! Vor dem Sekretariat warten, um eine lose Zettelsammlung in das Fach der Lehrkraft legen zu lassen!? Das war gestern!
Den Rest der Fahrt nutzt Tanja, um sich auf die kommenden Schulstunden vorzubereiten. Ihre Mitschriften in den digitalen Skripten sind nur wenige Klicks entfernt und während des Wiederholens macht sie sich noch einige Anmerkungen. Schon ist die Zugfahrt vorbei und Tanja macht sich mit ihrem Fahrrad und nur wenig Gepäck auf den Schultern auf zur 15-minütigen Radtour Richtung Inselparadies.

Inzwischen ist Sven, leicht genervt und außer Atem, bei seiner Schule angekommen. Kaum, dass er das Klassenzimmer betritt, stürmt auch schon seine Freundin Lisa auf ihn zu, um ihn zu fragen, ob er daran gedacht hätte, den USB-Stick mit der Präsentations-Datei mitzubringen. Sven wird heiß und kalt. Dass heute auch noch ein Vortrag anstand, hatte er ja völlig vergessen. Das letzte Treffen mit Lisa lag auch schon einige Tage zurück, da die beiden in verschiedenen Städten wohnen. Lisa verdreht die Augen: „Na gut, nicht so schlimm, du hattest mir die Datei doch mal per E-Mail geschickt, oder?“ Sven überlegt kurz: „Ja, kann sein, aber war das auch die letzte Version?“ „Ist doch egal, besser als nichts!“ antwortet Lisa entnervt. Über einen privaten Handy-Hot-Spot laden die beiden die Datei kurz vor Beginn des Vortrags auf den Schul-Laptop, um dann auch noch mit Erschrecken festzustellen, dass dort eine viel ältere Version des Präsentationsprogramms installiert ist, als die die sie benutzt hatten. Aber wer braucht schon Abbildungen und Stichpunkte an der richtigen Stelle während einer Präsentation!?

Etwa zur gleichen Zeit in Potsdam erreicht Tanja den Gesundheitscampus. Schon vor dem Betreten des Schulgebäudes loggen sich ihre technischen Helferlein in das campuseigene WLAN ein, damit die Cloud damit beginnen kann, alle schulischen Daten von Tanja auf den neuesten Stand zu bringen. Sollte ihr Laptop einmal das Zeitliche segnen, ist so alles sicher verwahrt. Im Klassenraum angekommen, muss sie allerdings feststellen, dass ihr Akku schrecklich durstig ist. Kein Problem, denn dafür ist ja jeder Arbeitsplatz mit Steckdosen ausgestattet. Noch kurz das Skript aus der letzten Stunde geöffnet und dann kann es auch schon losgehen. In der Pause bespricht sich Tanja mit ihrem Freund Ben, da sie heute zusammen einen Vortrag halten. Statt gestresst nochmal die letzten Punkte durchzugehen, können sie entspannt die Pause genießen. Alles was den Vortrag betrifft, haben sie nämlich in den letzten Tagen in ihrem eigenen digitalen Konferenzraum der Schul-Cloud besprechen können. Dort haben sie gemeinsam an der Präsentationsdatei gearbeitet und den Vortrag geübt, sodass jetzt auch nichts mehr schief gehen kann.
Nach dem Vortrag werden noch die Zellen des Blutes besprochen. Das Bild, das die Lehrkraft durch ihr Mikroskop sieht, wird dazu für alle gut sichtbar auf einen großen Flat-Screen und in die Schul-Cloud übertragen, damit das Gesehene gemeinsam besprochen und ausgewertet werden kann. Anschließend dürfen sich alle Schülerinnen und Schüler an ihren eigenen Mikroskopierarbeitsplätzen versuchen.

Nach ihren ereignisreichen Tagen befinden sich Tanja und Sven wieder auf dem Heimweg. Tanja erhält eine Nachricht von der Schul-Cloud. Die Aufgabe, die sie heute Morgen abgegeben hat, wurde soeben von einer Lehrkraft mit einem Feedback versehen. Tanja beschließt es erst morgen zu lesen. In wenigen Minuten beginnt nämlich ihre persönlich festgelegte Ruhezeit, in der sie keine Nachrichten von der Cloud erhalten möchte, um entspannen zu können. Und während Tanja ihre wohlverdiente Ruhe genießt, denkt Sven darüber nach, ob es nicht irgendwo jemanden gibt, der für die vielen kleinen Stolpersteine seines heutigen Tages schon eine raffinierte Lösung hat …


Tanja oder Sven? – Ihr entscheidet! 😊

Erfahrungsberichte

Wir können euch ja viel erzählen, wie gut ihr es bei uns haben würdet. Doch sicherlich interessiert euch vor allem die Meinung unserer ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Einige von ihnen waren so freundlich und haben euch ihre Eindrücke in Form von Erfahrungsberichten hinterlassen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Schmökern.

Einmal Potsdam, immer Potsdam!
von Antonia M., Ausbildungszeit: 2017 – 2020

So und nicht anders würde meine Entscheidung immer wieder ausfallen.
Knapp vier Monate ist es nun her, seit ich meine Ausbildung zur MTLA an der Gesundheitsakademie beendet habe und nun voll im Arbeitsleben angekommen bin. Eins muss man vorab wissen: wer sich für diese Ausbildung entscheidet, der muss es wirklich wollen. Sie hat es in sich und wird auch so einiges von einem abverlangen. Sie ist in demselben Maße fordernd als auch fördernd. Doch diese Anstrengung ist es wert, wenn man am Ende mit Stolz behaupten kann, MTLA zu sein. Als diese/r stehen einem so viele Möglichkeiten offen, dass für jede/n ein interessantes Jobangebot gefunden werden, und man sich meist gar nicht entscheiden kann. Auch nehmen einen die Arbeitgeber mit Kusshand bei ihnen auf, da MTLAs zur Zeit eine Rarität sind. Doch wenn eine Schule einen gut auf das Arbeitsleben vorbereiten kann, dann ist es die Gesundheitsakademie in Potsdam.

Für mich war die Entscheidung zur Ausbildung damals eine gute Alternative zum Studium. Vom Lernumfang her hat es sich definitiv wie ein Studium angefühlt, da ich meist mehr zu lernen hatte, als die Studierenden selbst. Was mir an der Ausbildung besonders gefallen hat, waren die verschiedenen Fachrichtungen, die man kennengelernt hat. So war auch wirklich für jeden naturwissenschaftlich-medizinisch Interessierten etwas dabei. Und auch wenn man für einen Bereich nicht so die Begeisterung aufbringen kann, so schafft man mit Willenskraft und Fleiß am Ende auch darin die Prüfungen.

Der größte und vor allem der entscheidendste Punkt, warum ich mich immer wieder für Potsdam entscheiden würde, ist die Lehrerschaft. Das im Verhältnis gesehen junge Lehrerteam bringt mit der neuesten Technik in den Lehrräumen, sowie ihren modernen Lehrmethoden frischen Wind in die Ausbildung. Dabei sind die äußerst kompetenten Lehrer sehr engagiert, sowohl dir jede erdenkliche Frage fachlich korrekt zu beantworten, als auch jeden einzelnen Schüler bestmöglich zu unterstützen. Auch als es in Zeiten von Corona, wenige Wochen vor den Abschlussprüfungen, zu einem Umzug der Schule kam (Panik & Prüfungsangst inbegriffen), blieben die Lehrer die Ruhe selbst und bestärkten uns, wo sie nur konnten und begleiteten uns nach bestem Wissen durch diese turbulente Zeit. Doch vor allem ist es die Menschlichkeit, die dieses Lehrerteam ausmacht, mit allem was dazugehört. Zudem habe ich mich zu keinem Zeitpunkt wie ein untergeordneter Schüler gefühlt, wie es so oft an vorherigen Schulen der Fall war, sondern als gleichberechtigt auf einer Stufe Stehender. Mein Schulalltag wurde bereichert von Persönlichkeiten mit Power, Humor, Engagement, Ruhe, sehr viel Wissen und der Gabe, auch mal über sich selbst zu Lachen.

Einmal Potsdam, immer Potsdam!

Viel gelernt!
von Nadine Sarah F., Ausbildungszeit 2015 – 2018

MTLA- 1ne Ausbildung, 3 Jahre, 1000de Erfahrungen!

Drei Jahre Ausbildung an der Gesundheitsakademie in Potsdam sind nun vorüber, drei Jahre in denen ich soviel dazu gelernt habe, wie nie zuvor in meinen 13 Jahren Schulzeit.

Zurückblickend ist die Zeit dennoch wie im Flug vergangen. Das Besondere an dieser Ausbildung ist für mich bis zum Ende die Kombination aus lernen von Fachwissen und deren Umsetzung in das praktische Arbeiten geblieben. Durch diese Kombination liegt das Verstehen der Abläufe und Mechanismen im Vordergrund, was ich persönlich viel sinnvoller finde als auswendig lernen.

Im praktischen Unterricht lernte ich neben den eigentlichen Themen auch das eigenständige und verantwortungsbewusste Arbeiten, Zeitmanagement, sowie die Organisation eines Arbeitsplatzes, was mir in meiner beruflichen Zukunft sicher helfen wird. Am praktischen Unterricht hat mir immer sehr gefallen, dass er sehr flexibel ist und die Lehrer auf das Lerntempo und die Probleme der Schüler eingehen.

Das Klima zwischen Lehrern und Schülern ist immer sehr gut gewesen. Das Team an Lehrern war immer sehr herzlich und jeder einzelne Lehrer für sich, hat eine Begeisterung für sein Fach, die irgendwie ansteckend ist.

Die praktischen Einsätze in den Laboren, waren für mich von entscheidender Wichtigkeit, da man durch sie einen Einblick in die richtige Arbeitswelt einer MTLA gewinnen konnte.

Die Ausbildung hat mich gefordert und gefördert, aber die Anstrengungen haben sich gelohnt und nun kann ich gut vorbereitet in das Berufsleben starten. Die Ausbildungszeit war eine sehr schöne Zeit, an die ich mich sicher oft zurück erinnern werde.

Hier habe ich gerne gelernt!
von Susanne N., Ausbildungszeit 2014 – 2017

Die Gesundheitsakademie in Potsdam ist (abgesehen von der Grundschule) die einzige Schule, die ich wirklich gerne besucht habe. Die drei Jahre vergingen unfassbar schnell.

Woran das lag? Wahrscheinlich an dem abwechslungsreichen Aufbau der Ausbildung …
Es gab ca. monatlich einen Wechsel zwischen Theorie und Praxis in der Schule und verschiedenen Praktika in Laboren, die mit der Gesundheitsakademie kooperieren.
Die Theorie in der Schule war immer sehr informativ und wir haben viele Tests geschrieben. Letzteres war zwar einerseits anstrengend, andererseits aber auch sehr hilfreich, da man gezwungen war am Ball zu bleiben und somit den Anschluss nicht verpasste. Meistens hat das Lernen aber auch Spaß gemacht, weil man viele interessante Zusammenhänge kennen lernt. Der Theorieunterricht fand im gesamten Klassenverband statt und für die Praxis und Praktika wurden wir zu Beginn der Ausbildung in zwei Kleingruppen unterteilt, damit die Labore nicht zu überfüllt sind.
Die Praxisturni waren – glaube ich – bei allen Schülern am beliebtesten. Hier konnte man sein zuvor angeeignetes Wissen in den verschiedensten Fächern in den modernen, schuleigenen Laboren anwenden. Es war immer sehr spaßig und eindrucksvoll selbst zu pipettieren, Nährmedien anzusetzen, zu mikroskopieren u.v.m. Die praktische Arbeit in der Schule war nie monoton, das hat uns alle immer begeistert.
Am Ende des ersten Lehrjahres gingen wir dann zum ersten Mal raus ins echte Arbeitsleben. Entspannt ist hierbei, dass die Schule alles für uns organisierte. Falls man mit einem Praktikumseinsatz gar nicht einverstanden war, konnte man jederzeit mit den sehr hilfsbereiten Lehrern sprechen und es wurde nach der bestmöglichen Lösung gesucht. Das Lehrerteam ist allgemein sehr kompetent, engagiert und menschlich.

… vielleicht aber auch an dem bereichsübergreifenden Einblick in die verschiedenen Abteilungen …
Es wurde uns ermöglicht, auch mal in andere Bereiche des Gesundheitssystems reinzuschnuppern und dadurch die notwendige Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Krankenhausangestellten (z.B. Pfleger, Radiologieassistenten, Ärzte und Laborassistenten) zu verstehen. Wir absolvierten ein vierwöchiges Krankenhauspraktikum, wurden in der Schule in dem radiologischen Bereich herumgeführt und besuchten auch mal die OTA/ATA-Klasse (Operationstechnische/ Anästhesietechnische Assistenz).

… oder doch an den vielen Aktivitäten …
Gefühlt war immer etwas los. Egal, ob man Tests schrieb oder man den Zukunftstag mit gestaltete, das Sommerfest und die Weihnachtsfeier mit der Schule erlebte, die Zwischenprüfung absolvierte oder auch nur die Pausen gemeinsam verbrachte.

… aber auf jeden Fall an der spannenden und abwechslungsreichen Ausbildung!
Es ist einfach die besondere Mischung aus den interessanten Fächern, den tollen Lehrern, der vielfältigen Arbeit und den persönlichen und beruflichen Erfahrungen. Die Ausbildung ist zwar sehr anspruchsvoll und anstrengend aber sie lohnt sich allemal!

Empfehlung für Potsdam!
von Florian C., Ausbildungszeit 2013 – 2016

Wer in der medizinischen Welt Fuß fassen will, für den bieten sich viele Berufe an. Medizinische/r- technische/r Laboratoriumsassistent/in geht dabei vor allem den chemischen, technischen Weg. Man steigt über eine Nische ein und kann sich danach aber quasi in jeden anderen Bereich weiter- und fortbilden lassen. Sofern die Möglichkeiten bestehen oder in Eigeninitiative wahrgenommen werden. So gestaltet sich auch der Berufsalltag. Proben erscheinen als Aufträge, die man abarbeitet. Die Geräte drumherum müssen gewartet werden. Diese Arbeit wird einem jedoch eigenverantwortlich überlassen. Ebenso die Übernahme und Weitergabe des Arbeitsplatzes an Kollegen. Das „Assistent“ im Namen ist auf Grund dieser Eigenverantwortung irreführend und nur noch ein historisches Überbleibsel.

Wer nach einer solchen Tätigkeit sucht, dem sei die Gesundheitsakademie in Potsdam sehr ans Herz gelegt. Nicht nur ist die Ausbildung kostenfrei, es werden auch Wohnungsmöglichkeiten für SchülerInnen angeboten, es gibt zahlreiche Geräte zum üben, die gesamte Ausbildung unterliegt einem strukturierten Plan, der Lehrkörper hat Ahnung sowohl von der Materie als auch von effektiven Unterrichtsmethoden und geht direkt auf die Bedürfnisse der SchülerInnen ein.

Man muss sich aber auch bewusst sein worauf man sich einlässt. Zwar wird kein Abitur vorausgesetzt, doch wer nicht so lernen kann wie in einer Abiturzeit und das hier 3 Jahre lang, der wird wahrscheinlich schnell frustriert sein. Ebenso muss man sich bewusst sein, dass man einen chemischen Beruf ergreift. Zwar muss man nicht alle Grundlagen in Biologie und Chemie beherrschen, wenn schon nicht Vorwissen so doch zumindest die Bereitschaft sich in Chemie und Biologie und medizinische Themen einzuarbeiten ist eine zwingende Voraussetzung.

Der Schulbetrieb kann auf Grund von Lehrermangel dann etwas chaotisch werden ist aber machbar und das Lehrerteam kann gut gegensteuern. [Hinweis der Schulleitung – Der damalige Lehrermangel ist behoben] Vorausgesetzt die bereits angesprochene Eigenverantwortung wird wahrgenommen. Sich zu organisieren, zu lernen, LehrerInnen über Probleme zu informieren und selbstständig ausgehändigtes Material zu e bearbeiten. Ähnlich der Arbeit im Krankenhaus, wo zudem noch sehr ein hohes Maß Selbstvertrauen und Stressfestigkeit empfohlen werden.

Alles in allem ist diese Ausbildungsstätte jedem zu empfehlen, der sich auch wirklich in ein Lerngetümmel stürzen will. Das ist ein medizinischer Beruf mit einer Ausbildung mit hohen Standards. Auch wenn es wie in anderen Ausbildungsberufen auch mal schwer fällt, den Roten Faden nicht zu verlieren, findet man doch immer bei den KlassenlehrerInnen Gehör.

Rundum zufrieden!
von André R., Ausbildungszeit 2008 – 2011

Äußerst engagierte Lehrer, ein stetiger Wechsel zwischen Theorie- und Praxisunterricht, sowie praktische Ausbildung in allen Laborbereichen haben die 3 Jahre ständig interessant und Abwechslungsreich gemacht!

Nach dem Abschluss habe ich mich top-vorbereitet auf das Arbeitsleben gefühlt, was mir den Einstieg in den Job sehr erleichtert hat.

Abwechslungsreich und berufsorientiert!
von Susanne H., Ausbildungszeit 2004 – 2007

Die Ausbildung war eine tolle Zeit und ich habe noch keinen Tag bereut, mich für den Beruf MTLA und auch für diese Schule entschieden zu haben.
Hier lernt man tatsächlich alles, was man im späteren Berufsleben braucht.
Einen Job nach der Ausbildung zu finden, war auch nicht schwer. Schließlich hat die Schule einen guten Ruf und eine lange MTA-Tradition.

Mein besonderer Dank geht an die Lehrer, die mir stets mit so viel Enthusiasmus und Engagement auch nach meiner Ausbildung noch zur Seite standen. Schließlich konnte ich nach der Ausbildung direkt in leitender Funktion in einem Labor an der Uni Potsdam arbeiten.
Mittlerweile studiere ich Medizinpädagogik, denn ich möchte selbst Lehrer werden und an einer MTA-Schule arbeiten.

Von hier aus kann man es weit bringen!
von Kerstin L., Ausbildungszeit 2004 – 2007

Die Ausbildung war eine tolle Zeit und ich habe noch keinen Tag bereut, mich für den Beruf MTLA und auch für diese Schule entschieden zu haben.
Hier lernt man tatsächlich alles, was man im späteren Berufsleben braucht.
Einen Job nach der Ausbildung zu finden, war auch nicht schwer. Schließlich hat die Schule einen guten Ruf und eine lange MTA-Tradition.
Mein besonderer Dank geht an die Lehrer, die mir stets mit so viel Enthusiasmus und Engagement auch nach meiner Ausbildung noch zur Seite standen. Schließlich konnte ich nach der Ausbildung direkt in leitender Funktion in einem Labor an der Uni Potsdam arbeiten.
Mittlerweile studiere ich Medizinpädagogik, denn ich möchte selbst Lehrer werden und an einer MTA-Schule arbeiten.

Modern und praxisorientiert!
von Nicole W., Ausbildungszeit 2004 – 2007

Also wenn ich mich mal so zurück erinnere, dann ist es jetzt schon fast 5 Jahre her, dass ich meine Ausbildung in Potsdam beendet habe, also schon fast 8 Jahre, seit ich sie begonnen habe und auch wenn es nicht sehr vorbildlich klingt, aber vor 8 Jahren um diese Zeit (heut ist der 03. Juni 2012) wusste ich noch nicht einmal, dass ich im Oktober 2003 meine Ausbildung zur MTA in der Schule für Gesundheitsberufe in Potsdam beginnen werde, denn meine Pläne für die Zukunft sahen ganz anders aus.

Ich hatte großes Glück, dass mich die Schulleitung wenige Wochen vor Ausbildungsbeginn informiert hat, dass andere Bewerber abgesprungen sind, mein Glück.
Nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch und aufregendem ersten Schultag, bei dem wir die Räumlichkeiten ansahen, in denen wir in den nächsten 3 Jahren arbeiten würden, ging es am nächsten Tag auch schon richtig los.

Wir hatten den neuen Ablauf schnell drin, der Unterricht begann regulär jeden Tag um 7.30 Uhr und endete, bei vollem Stundenplan um 15.00 Uhr. Und ganz ehrlich, das ist ja wohl ein Traum, aber das lernt man erst zu schätzen, wenn man im Berufsleben steht.
Die Ausbildung an sich ist unterteilt in Theorie, praktischen Unterricht in den Laborräumen der Schule sowie der Praxis die außerhalb der Schule stattfand, in den jeweiligen Krankenhäusern und Laboren mit denen die Schule kooperiert, dabei sei zu bemerken, dass man sich um nicht selbst kümmern musste.
Die Theorie war umfangreich, wenn man frisch von der Schule kommt gibt es außer dem normalem Biologie- und Chemieunterricht kaum etwas was man kennt, daher sollte man stets den Anschluss behalten, aber das junge Lehrerteam ist immer gewillt zu helfen, die Lehrmethoden sind zum größten Teil super modern und machen es einfach in die fremden Materien einzusteigen.
Der praktische Unterricht in der Schule gab uns erste Eindrücke wie es da draußen sein wird und unsere Laborräume sind weitaus moderner als in anderen Schulen, das weiß ich mittlerweile.

Die Krankenhauspraktika sind zum größten Teil genau so wie man sich das vorstellt, man ist das „Mädchen für alles“, aber wie heißt es so schön, Lehrjahre sind keine Herrenjahre!!!
Die Zeit vergeht so schnell, dann ist man schon im 3. Ausbildungsjahr und alles ist auf Prüfungsmodus, aber keine Angst das ist zu schaffen, jeder Lehrer bereitet die Schüler nach bestem Wissen vor und den Rest muss man einfach im „Selbststudium“ schaffen.
Mittlerweile arbeite ich in München und habe schon einige Schulabgänger in meiner Abteilung eingearbeitet, was immer wieder eine große Herausforderung darstellt, u.a. sind auch Schulabgänger aus Potsdam darunter, denn wenn man will dann kann man auch.