Altenpflegehilfe

Aktuell gibt es im Land Brandenburg noch die Möglichkeit, die Altenpflegehilfe in einer einjährigen Ausbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss oder eine sogenannte Nichtschülerprüfung in der Altenpflegehilfe zu absolvieren. Die gesetzlichen Grundlagen sind das Brandenburgische Altenpflegehilfegesetz (BbgAltPflHG) sowie die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (AltPflHilfeAPrV). Zuständige Aufsichtsbehörde ist das LAVG in Potsdam.


Was macht eigentlich ein Altenpflegehelfer (m/w/d)?


Altenpflegehelfer (m/w/d) arbeiten in einem professionellen Pflegeteam in stationären Langzeiteinrichtungen wie Seniorenresidenzen, Altenpflegeheimen oder im Betreuten Wohnen und Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Außerdem sind sie Mitglied in Pflegeteams der ambulanten Pflege und pflegen und betreuen Menschen zuhause.
Die Altenpflegehelfer (m/w/d) pflegen und versorgen die pflegebedürftigen Menschen in allen wichtigen Bereichen des alltäglichen Lebens. Zu den grundpflegerischen Aufgaben gehören beispielsweise die Unterstützung bei der Körperpflege, bei der Nahrungsaufnahme und beim Toilettengang. Sie sind in der stationären Langzeitpflege oft die Hauptansprechpartner der alten oder pflegebedürftigen Menschen und müssen wichtige Informationen und Beobachtungen über den Gesundheitszustand an die Pflegefachkräfte weitergeben. In der Hauskrankenpflege übernehmen Altenpflegehelfer (m/w/d) zusätzlich hauswirtschaftliche Tätigkeiten.

Ausbildungsverlauf

In der Regel starten wir die Ausbildung in der APH zum 1. April eines Jahres. Im Verlauf der einjährigen Ausbildung gibt es einen ständigen Wechsel zwischen den Lernorten Schule und Praxis. In dieser Zeit verbringen Sie mindestens 900 Stunden in der Praxis (stationäre Langzeitpflege und ambulante Pflege), während mindestens 750 Stunden für den theoretischen bzw. praxisnahen Unterricht vorgesehen sind. In den ersten fünf Wochen gibt es einen einführenden Theorieblock. Der erste Schultag dient dabei zunächst einmal dem gegenseitigen Kennenlernen.


Während der gesamten einjährigen Ausbildungszeit in der APH werden schriftliche, mündliche und praktische Leistungsüberprüfungen durchgeführt. Hiermit erhält jede/r Auszubildende die Möglichkeit, sein persönliches Leistungsniveau zu jeder Zeit einzuschätzen.
Am Ende der Ausbildungszeit steht dann eine mündliche und praktische Abschlussprüfung an. Nach den Examensprüfungen erwirbt man bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung den Abschluss als „staatlich anerkannte/r Altenpflegehelfer/-in“.

Examensprüfung

In der APH-Ausbildung gibt es eine praktische, zwei schriftliche und drei mündliche Examensprüfungen. Die Prüfungen finden in der Regel ab Mitte Februar (Prüfungszeitraum I) statt. Die Teilnehmenden werden nach der Prüfungszulassung durch die Aufsichtsbehörde von der Schule über die Termine informiert.
Die schriftlichen Examensprüfungen dauern jeweils eine Stunde und beziehen sich auf einen möglichen Fall aus der Praxis.
Die praktische Examensprüfung wird von einer Lehrkraft und der Praxisanleiterin /dem Praxisanleiter (PAL) der Einrichtung durchgeführt. Da die/der PAL als Fachprüfer/in gleichberechtigt ist, benötigt sie/er den Nachweis einer PAL-Qualifizierung mit einem Stundenumfang von 200 Stunden.

Zusätzlich sollte der Grundberuf der PAL die Altenpflege sein.
Die mündlichen Examensprüfungen werden in der Schule abgenommen und stehen am Ende der Prüfungsphase.

Lernort Schule

Der theoretische Unterricht in der APH findet in Theorieblöcken von je eine bis vier Wochen statt und umfasst insgesamt 750 Stunden. Wichtige Inhalte der Ausbildung sind unter anderem:


• die Unterstützung alter Menschen bei ihrer Lebensführung,
• die fachkundige umfassende Grundpflege mit gleichzeitiger Unterstützung bei Erhalt und Wiedergewinnung von Fähigkeiten,
• ausgewählte Aspekte der Krankheitslehre,
• die Hilfe bei der Haushaltsführung,
• rechtliche Grundlagen und
• Umgang mit schwierigen Situationen und Krisen

Die Ausbildungsstätte verfügt über ein junges, dynamisches Lehrenden-Team sowie modern ausgestattete Unterrichtsräume.

Bewerbung

Deine Bewerbung richtest Du grundsätzlich an einen unserer Kooperationspartner als Träger der praktischen Ausbildung.